Unsere  Huskie Touren

Mit dem Versuch ihrer Beschreibung möchten wir Euch den Einstieg zu eurer neuen Erfahrungswelt Schlittenhundetouren etwas erleichtern und euch vorab Grundsätzliches erklären. Die Huskiefarm Helags Husky liegt in der Nähe des Ortes Ljungdalen in Alleinlage. Wir sind umgeben von Schwedens eindrucksvoller Fjälllandschaft, das bedeutet es ist bei uns bergiges Gelände. Unsere Region ist sehr schneesicher. Es ist mit Temperaturen von 0 Grad bis minus 30 Grad zu rechnen. Anfänger fahren in der Regel Schlitten mit 4 Hunden.

Ljungdalens Skooterclub sorgt dabei für ein meist verlässlich, großes und breit gespurtes Trailsystem. Dieses ist von Vorteil, weil es für den Beginner ein Maß an Sicherheit bei den Anstiegen und Abfahrten auf den Touren gibt. Auch sind diese Trails sehr unterschiedlich von ihren Fahransprüchen, allein schon durch ihre Lage. Wir haben Dank ihnen eine breite Auswahl an kombinierbaren Möglichkeiten für den Anfänger, um seine ersten Erfahrungen mit dem Hundegespann meist flach und geschützt im Wald zu machen.

Aber unsere Touren werden uns auch ins Gebirge führen. Auch hier gibt es eine Anzahl an gespurten Wegen. Dies ermöglicht es auch mit ungeübten Fahrern die ersten Erfahrungen im Fjäll zu sammeln. Die eindrucksvollsten Erlebnisse werden aber abseits von gezogenen Trails gemacht, wenn wir uns allein und ausgesetzt im menschenleeren Kahlfjäll bewegen.

Die Aussage „Hauptsache, den Hunden geht es gut!“ gilt besonders dann, wenn die Huskys uns in die Lage versetzen weit ins Gebirge vorzudringen.
Für diese anspruchsvollen Touren benötigen wir eine gute, zuverlässige Ausrüstung. Auch spielt die Leistungsstärke und der Trainingszustand des Hundetyps eine nicht zu unterschätzende Rolle. Im Gebirge sind wir natürlich dem Wetter sehr viel mehr ausgesetzt als im geschützten Wald. Logisch: Wer mit Schlittenhunden unterwegs ist, der setzt sich den Naturkräften aus.
Ein Wetterwechsel kann sehr schnell kommen, und mit ihm geht auch ein Wechsel der Schneeverhältnisse einher. Die verschiedenen Schneearten haben einen bedeutenden Einfluss auf das Schlittenfahren und die Länge der Touren.

Denn alles hängt vom Wetter, den Schneeverhältnissen und der Größe des Teams ab. Deswegen fahren wir innerhalb eines Winters eine Standardtour niemals zweimal bei denselben Bedingungen. So haben wir unsere „Helagsrunde“ (ca.45 km) mit 4 Huskys schon in 2 Stunden gefahren, haben aber für diese Strecke auch mal 7 Stunden gebraucht. Normalerweise wird diese Tour in 3,5 Stunden gefahren.
Ich glaube, dieses Beispiel sagt alles über die Auswirkungen unserer Abhängigkeit von den unterschiedlichen Schneeverhältnissen.

Zum Schluß: Wir halten es für touristische Augenwischerei, wenn Anbieter ihre Touren in verschiedene Anforderungsstufen, zB. Kondition oder Hundepfoten einteilen. All diese Einteilungen sind dehnbare Begriffe und es ist wenig sinnvoll, einen Anspruch festzuschreiben.

Es gibt Touren mit Luxusschneeverhältnissen, die kaum beanspruchen. Dann gibt es Schneeverhältnisse, bei denen jeder ordentlich gefordert wird. Und es gibt vereiste Trails, die eher ein mentales Problem darstellen.

 

Bei allen zu erwartenden Schwierigkeiten auf den Touren gibt es nur drei brauchbare Lösungsgrößen.

  1. Ein gut trainiertes, routiniertes Hundeteam mit Tourenerfahrung.

  2. Einen erfahrenen auf Sicherheit bedachten Tourenführer.

  3. Die Bereitschaft, den eigenen Wohlfühlbereich zu verlassen und über Grenzen zu gehen.